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Eltern verstehen · Evidenz A · 4-6

Der Denkfehler beim Loben

Personenlob („Du bist schlau“) festigt ein starres Selbstbild. Prozesslob („Du hast das ausprobiert“) stärkt Lernen.

Problem aus Elternsicht

Ich lobe viel – „Du bist so klug!“ – und trotzdem wird mein Kind unsicher oder gibt schnell auf.

Einordnung

Carol Dwecks Arbeiten zum Mindset zeigen: Wird Fähigkeit als feste Eigenschaft gelobt, meiden Kinder Risiken, um das Image zu schützen. Wird Anstrengung, Strategie und Interesse benannt, bleibt Lernen beweglich. Das ist kein Verbot von Wärme – nur präziseres Feedback.

Praxis

  • Konkret loben, was das Kind gerade getan hat – beobachtbar, ohne Drama. Nicht die Person, sondern den Prozess.

    Zum Beispiel: „Du hast lange an den Farben gefeilt. Statt: Du bist ein Künstler.“

Mythencheck

Häufiger Irrtum

Viel Lob macht Kinder stark.

Viel unspezifisches Personenlob kann Druck erzeugen. Spezifisches Prozesslob trägt Selbstwert nachhaltiger.

Quellen

  • Mindset / Praise research · Dweck, C. (2006)

Lobst du das Kind – oder das, was das Kind gerade getan hat?